Entlastungstag(e) 

Lediglich mit dem Essen aufhören heißt noch nicht fasten.
— Mahatma Gandhi

Jede Fastenzeit ist eine wundervolle Chance, sich auf etwas Neues, die eigene Entwicklung und gesündere Vorsätze einzustellen. Auf den Anfang sollte besonderes Augenmerk gelegt und mit der richtigen Einstellung und - stimmung begonnen werden, nach dem Motto: »Im Anfang liegt alles.« Idealerweise beginnt die Fastenkur mit mindestens einem Entlastungstag. Der Körper soll sich langsam auf das Fasten einstellen, indem bereits vorab auf Koffein, Alkohol, Nikotin sowie Zucker, Gluten und tierische Lebensmittel verzichtet wird. Die Entlastungstage sollen außerdem dazu beitragen, dass alles was im Darm verbleibt vor dem Fasten aus Obst- und Gemüseresten besteht um Gärprozesse durch den Zucker aus Getreide oder Fäulnisprozesse durch tierisches Eiweiß zu vermeiden. Gärende und faulende Rückstände führen leicht zu Blähungen, Durchfällen und Kopfschmerzen am Beginn des Fastens. Natürlich können gleich mehrere Entlastungstage durchgeführt werden. Durch die eintretende Entwässerung kann bereits ein Gefühl der Erleichterung und ein entsprechender Gewichtsverlust eintreten. Auch eine ganze Obst-und-Gemüse-Woche kann entsprechende sehr wohltuende Effekte haben. In den Tagen vor dem Fasten wird lediglich Obst, Gemüse und eine kleine Menge an Kartoffeln verzehrt. Im Folgenden findest du eine grobe Anleitung, wie ich die Entlastungstage gestalte. 

1.-3. Entlastungstag

Morgens: Frisches Obst

Mittags: Salat (Dressing nur aus kaltgepressten Ölen und Zitronensaft) oder gedünstetes Gemüse, 2-3 mittelgroße gekochte Kartoffeln mit wenig Salz

Abends: Vorbereitungssuppe & Sauerkraut

Ergänzungen:

  • Tägliches Ölziehen mit 1 TL Kokosöl für 10 bis 20 Minuten vor dem Zähneputzen

  • Zitronenwasser am Morgen (mindestens 15 Minuten vor dem Frühstück): Saft einer halben bis ganzen Zitrone mit Wasser verdünnt auf nüchternen Magen trinken um die Verdauung und die Entgiftung anzuregen

  • täglich 2 bis 3 Liter reines Wasser ohne Kohlensäure

  • Kräutertees: Brennnesseln gelten in der Fastenzeit als besonders positiv, da diese Blätter beim Fasten unterstützen können. Weitere schmackhafte Sorten sind unter anderem: Pfefferminze, Kamillenblüten, Nana Minze, Eisenkraut, Salbei und Moringablätter.

  • Leberwickel: Die ideale Zeit für einen Leberwickel in der Mittagszeit, zwischen 12:00 und 14:00 Uhr. Abends wirkt ein solcher Leberwickel zusätzlich noch schlaffördernd.

  • Obst, Gemüse und Tees aus biologischem Anbau verwenden. Denn gerade beim Fasten sollte man so wenig Schadstoffe wie möglich zu sich nehmen.

  • Massagehandschuh oder Massagebürste für Trockenmassagen: dies unterstützt ebenfalls die Haut bei der Entgiftung

  • Nahrungsergänzung zur Unterstützung der Leber z.B. von Mikro-Plus: Leber-Komplex einnehmen (Morgens und Abends jeweils 2 Kapseln ab dem ersten Tag für insgesamt 14 Tage) 

  • Einnahme von Zeolith-Pulver ab dem ersten Fastentag. Täglich 1 TL Abends vor dem Schlafengehen in 300 bis 400 ml Wasser auflösen und trinken. Das Zeolithpulver kann nach der Fastenzeit für einige Wochen bis 6 Monate weiter eingenommen werden.

Rezeptideen für die Vorbereitungssuppen

Brokkoli-Kartoffel-Suppe

Zutaten für 2 Portionen:

1 Esslöffel Olivenöl

1 kleine Zwiebel

1 große Kartoffel, geschält und gewürfelt

800 ml Wasser oder Gemüsebrühe mit frischer Gemüsepaste z.B. Swema Milde Gemüsebrühe (Alnatura)

1 Brokkoli, in Röschen geschnitten

1 Lorbeerblatt 

Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

In einem Topf mit schwerem Boden das Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel hinzufügen und 5 bis 7 Minuten kochen, bis sie weich ist und zu karamellisieren beginnt. Das koschere Salz, die Pastinaken, das Wasser und die Brühe hinzufügen. Abdecken, die Hitze auf mittlere bis hohe Stufe erhöhen und etwa 20 Minuten kochen, bis die Pastinaken weich sind. Den Brokkoli hinzugeben und zugedeckt etwa 10 Minuten kochen, bis der Brokkoli gabelzart ist. Vom Herd nehmen. Die Suppe schubweise in einen Hochgeschwindigkeitsmixer geben und pürieren, bis sie glatt ist. Alternativ die Suppe auch direkt im Topf mit einem Stabmixer pürieren. Mit wenig Salz und etwas Pfeffer abschmecken und servieren.

Karottensuppe

Zutaten für 2 Portionen:

6 mittelgroße bis große Karotten

1 Esslöffel Olivenöl

800 ml Wasser oder Gemüsebrühe mit frischer Gemüsepaste z.B. Swema Milde Gemüsebrühe (Alnatura)

30 g frischer Ingwer, geschält

1 kleine Zwiebel

optional 2 Knoblauchzehen

Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Petersilie

Zubereitung: 

Die Karotten schälen und klein schneiden; die Zwiebeln ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Dann einen Topf mit Olivenöl auf mittlere Stufe erhitzen und die Karotten mit den Zwiebeln und ggf. dem gehackten Knoblauch sowie dem geriebenen Ingwer ca. 7 Min. leicht anbraten. Mit Wasser ablöschen und aufkochen lassen. Die Suppe in einem Standmixer ca. 3 Min. cremig mixen, dann zurück in den Topf giessen und erneut aufkochen; mit wenig Salz und etwas Pfeffer abschmecken. Dann die Petersilie fein schneiden. Die Karottensuppe mit geschnittener Petersilie servieren.

Fenchelsuppe

Zutaten für 2 Portionen:

1 EL Olivenöl

2 Fenchelknollen

3 Kartoffeln

1 kleine Zwiebel

800 ml Wasser oder Gemüsebrühe mit frischer Gemüsepaste z.B. Swema Milde Gemüsebrühe (Alnatura)

1/2 TL Kurkuma

etwas Muskatnuss frisch gerieben

Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Spüle die Fenchelknollen unter fließendem Wasser gründlich ab. Entferne bei Bedarf trockene oder gelbliche Stellen. Schneide die Enden der Stängel ab. Halbiere die Knolle und schneide den Strunk heraus. Anschließend den Fenchel in kleine Stücke schneiden. Die Kartoffeln waschen, schälen und ebenfalls klein schneiden. Die Schalotte schälen, fein hacken und in etwas Olivenöl in einem Topf anschwitzen. Den Fenchel, die Kartoffeln und Wasser oder Gemüsebrühe sowie Kurkuma hinzugeben und alles auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Sobald der Fenchel und die Kartoffeln weich sind, die Suppe mit einem Stabmixer oder in einem Hochleistungsmixer pürieren. Mit Muskatnuss, wenig Salz und frischem Pfeffer abschmecken und servieren. 

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Der erste Fastentag

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